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  • Autorenbildimkekatrin

Vorbereitung auf die Perimenopause. Geht das überhaupt? Oder macht der Körper sowieso, was er will?

Meine Tochter kam kürzlich in die Pubertät. Natürlich nicht über Nacht, das kündigte sich schon die letzten 2 Jahre irgendwie an. Ihr Körper veränderte sich, wurde schon etwas weiblicher, und ehe sie sich (und ich mich!) versah bekam sie auch schon ihre erste Periode. Uff!!! Wir haben das natürlich gefeiert – so unter Mutter und Tochter – dass sie nun vom Mädchen zur Frau wird. Wir haben „darüber“ geredet, über das „Wie“ und „Warum“ und was nun zu tun ist. Es gab ein kleines Geschenk, ein hübsches Care-Paket bestehend aus einem bunten Täschchen mit möglichst stylischen Hygieneartikeln (ein gruseliges Wort, finde ich, wer ein Schöneres kennt, bitte her damit) extra im Internet extra teuer bestellt, einen Badeschaum und Süßigkeiten. Ich habe ihr gesagt, wie stolz ich auf sie bin, dass sie nun schon so groß ist und dass sie nun eine neue und hoffentlich sehr treue und pflegeleichte Begleiterin an ihrer Seite haben wird, die sich roundabout alle 4 Wochen mal blicken lässt. Von der ersten bis zur letzten Periode sind das schließlich um die 40 Jahre!


In meinem Innersten scheint es auch zu brodeln

Meine erste Menstruation ist nun 32 Jahre her – und ich frage mich, wie viele Jahre liegen noch vor mir? Bestimmt bereitet sich mein Körper auch schon langsam auf das Ende vor… Immerhin bin ich schon 46. Und gefühlt noch eeeeeewig von der Perimenopause entfernt. Und von der Menopause erst recht – das muss in einem anderen Jahrhundert sein, eine völlig andere Zeitrechnung, nicht in meinem Leben. Oder: „Das“ haben nur andere Frauen, die schon viiiiieeel älter sind als ich.

Und doch scheint es im Verborgenen zu rumoren. Die ersten Signale werden ausgesendet, noch ganz zart und leise, kaum wahrnehmbar. Geschweige denn der Perimenopause zuordenbar.


Den ersten Hinweis bekam ich kurz vor meinem 46. Geburstag - also im Sommer 2022. Ich hatte eine Phase, in der ich nicht so gut schlief. Ich wachte nachts um 3 Uhr nach gerade mal 4-5 Stunden Schlaf auf. Und konnte nicht wieder einschlafen…. Was mich nicht wunderte: Die Vögel fingen noch vor der Morgendämmerung an zu zwitschern, es wurde langsam hell – auch im Schlafzimmer, da ich aus Sauerstoffgründen gerne das Fenster geöffnet habe und den Rollladen somit auch nur halb geschlossen… Ich war genervt, dass ich nicht mehr schlafen konnte, von den Vögeln, von der Sonne, von meinem Partner, der neben mir leise vor sich hin schnorchelte. Aber am meisten von mir selbst. Ich bin zwar schon immer eine Lärche, also Frühaufsteherin, gewesen – aber übertreiben muss man jetzt auch nicht. Außerdem habe ich gerne 7 Stunden Schlaf – und die brauch ich auch!


"Imke, so fängt es an!" - Was heißt hier "es"?


Eine Freundin, ein paar Jahre älter als ich, kommentierte das nur mit: „Imke, so fängt es an!“ „Was meinst du mit „es“? „Unruhiger Schlaf sind die ersten Anzeichen des Wechsels. Meine Freundin xy hat das auch grade. Dagegen hilft Progesteron.“

Du meine Güte, wie klingt das denn?! „Der Wechsel“ – gibt es dafür nicht auch ein schöneres Wort? Das meinte sie doch nicht im Ernst. Und ich soll mir Progesteron auf den Arm schmieren? Das soll helfen?

Ich habe mir stattdessen Ohropax besorgt und eine Schlafmaske – und konnte wieder schlafen! Damit war das Thema „Wechsel“ erstmal vom Tisch. Im Winterhalbjahr brauchte ich dank Kälte (und somit Fenster zu) und Dunkelheit kein Equipment zum Schlafen.


Meine Sensoren sind auf scharf gestellt! Bereit, das erste Perimenopausen-Symptom zu stellen!


Seit dem Gespräch mit meiner Freundin sind meine Sensoren aber auf scharf gestellt! Sie scannen jedes noch so kleine Unwohlsein, jede physische oder psychische Unpässlichkeit, jede (bisher nicht vorhandene) Veränderung des Menstruationszykluses auf mögliche Symptome der Perimenopause. Und von denen gibt es ja bekannterweise JEDE MENGE! Ich beobachte meine Haare, meine Haut, meine Stimmungslage.


Bisher verläuft noch alles ruhig – doch die Zeit tickt – dessen bin ich mir sicher und bewusst. Schließlich erlebt jede Frau die Perimenopause. Sie gehört wie die Pubertät zum Leben dazu. Nur mit dem Unterschied, dass man keine offizielle Aufklärung erfährt und erst recht keine Geschenke von der Mutter kriegt. Erstens ist das eine andere Generation und somit eine andere Offenheit und auch anderes Wissen zum Thema Wechseljahre, zweitens lebt sie vielleicht auch zu weit weg, drittens man hat längst ein eigenes Leben – und viertens, will ich überhaupt mit meiner Mutter darüber sprechen? Oder vielleicht doch lieber mit Freundinnen, schlauen Frauen im sozialen Netz und Dr. Google?


Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete!


Mein Plan steht fest: Ich bereite ich mich selbst vor! Ich möchte nicht zu den Frauen gehören, die sich jahrelang über unklare Beschwerden und Symptome wundern, von Arzt zu Arzt laufen, sich müde, erschöpft und schlecht gelaunt durch den Alltag schleppen, um dann erst 5 Jahre später mit der Diagnose „Wechseljahre“ konfrontiert zu werden.


Dabei stellt sich mir – als Sportfan und Coach für gesunde Ernährung – die Frage aller Fragen: Kann ich mich überhaupt gezielt auf die Perimenopause vorbereiten? Sprich, gibt es Mittel und Wege, wie ich meinen Körper, die auf- und ab sausenden Hormonspiegel, mangelnde Produktion von Östrogen, schlechtere Insulinsensivität, Veränderung des Stoffwechsels etc. mit einem entsprechenden Lifestyle, passender Ernährung sowie des richtigen Maßes an Sport in Form von Ausdauer sowie Krafttraining positiv beeinflussen kann? Um eben nicht – oder möglichst wenig – im Alltag lahm gelegt zu werden, wenn die berühmt-berüchtigten Hitzewallungen zuschlagen oder man aufgrund starker Dauerblutung das Haus nicht verlassen mag. Ich habe null Lust auf die gefürchteten Fettpölsterchen am Bauch – diesen Hormonbauch (noch so ein abschreckendes Wort…), ich möchte meine Haarfülle behalten und möglichst jeden Tag gut gelaunt und voller Energie sein. Und das ganze bitte ohne künstliche oder bioidentische Hormone.

Ein ehrgeiziges Ziel? Zu ehrgeizig? Tja, wenn ich das wüsste…. Eins weiß ich aber gewiss: Ich würde mich ärgern, wenn ich untätig alles auf mich zukommen ließe und mich dann mit unangenehmen Begleiterscheinungen rumplagen muss, die mir und meinen Mitmenschen das Leben schwer machen könnten. Das ist nicht meine Art. Ich versuche immer, das bestmögliche rauszuholen, um mir hinterher nicht den Vorwurf machen zu müssen „ach, hätt‘ ich doch“! Wenn es am Ende doch nicht so klappt, wie ich mir das erhofft oder vorgenommen habe, habe ich es wenigstens versucht!



Meine 4 Schritte für die Vorbereitung auf die neue Zeitrechnung


Step 1: Wissen ist die wichtigste Grundlage! Ohne das Verständnis um die biochemischen Vorgänge im Körper und Auswirkungen hormoneller Dysbalancen auf ebendiesen kann man seinen Körper nicht richtig wahrnehmen. Also, Weiterbildung ist angesagt.

 

Step 2: Routinen entwickeln. Ich erstelle mir eine kleine Guideline für meinen Lifestyle – welche Schwerpunkte in der Ernährung sind in der Perimenopause wichtig für die Hormon-Balance, welches Sportprogramm möchte ich regelmäßig absolvieren. Was tut mir gut und was macht Spaß? Vielleicht schreibe ich ein Tagebuch über mein tägliches Befinden. „Journaling“ ist schließlich total im Trend!

 

Step 3: Diese Routinen leben! Morgens gleich nach dem Aufstehen ein Glas warmes Zitronenwasser zum Beispiel. Dann raus auf die Terrasse und tief durchatmen, die Luft und die Temperatur spüren. Tageslicht in die Augen lassen, 15 Minuten Morning Yoga praktizieren, Füße ausrollen mit dem Igelball, den Tag planen und To Dos priorisieren.

 

Step 4: Immer cool bleiben! Nicht krampfhaft einen fixen Plan verfolgen, das stresst nur, wenn man mal davon abweichen muss. Viel wichtiger ist, zum Plan bzw. seinen Routinen zurückzukehren. Sich derer bewusst sein. In sich hinein fühlen, wie fühle ich mich mit, wie ohne.

 

Wenn dann doch mal der Perimenopausen-Kobold um die Eckt lugt, sollte mich das nicht weiter stressen. Ich weiß ja, was es ist!


Ich denke, so bin ich gut aufgestellt. Den Rest lasse ich jetzt einfach mal auf mich zukommen. Ich bin gespannt! Ja, ich kann schon fast sagen, dass ich mich auf die Perimenopause freue!


Und Du? Hast Du Dir auch schon Gedanken zur nahenden Perimenopause gemacht? Bereitest Du Dich innerlich auf Deinen „Wechsel“ vor? Und wenn ja, wie? Lass und darüber austauschen und diskutieren!


Alles Liebe für Dich.

Deine Imke

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